Was sind eigentlich Bedürfnisse?

Es gibt die verschiedensten Theorien zu Bedürfnissen, dementsprechend könnte ich hier nun zig Bedürfnistheorien zusammenfassen oder es ganz simpel runterbrechen:

Bedürfnisse sind das, was uns täglich antreibt. Sie sind unser Wofür und Warum, ihretwegen stehen wir morgens auf und gehen abends ins Bett. Sie zeigen uns das, was uns wichtig ist, was wir erreichen wollen, was wir brauchen. 
 

Bedürfnisse sind das, was uns täglich antreibt

Mein Wecker klingelt morgens um 6.20 Uhr, damit ich mein Bedürfnis nach Fürsorge für meine Kinder erfülle, mir ist wichtig, dass sie morgens gut versorgt sind, bevor sie zur Schule gehen. Dann gehe ich (nicht immer, aber ich versuche es so oft wie möglich) meinem Bedürfnis nach Bewegung und Selbstfürsorge nach und mache ein bisschen Yoga, Fitness oder meditiere. Im Anschluss gehe ich meinem Bedürfnis nach materieller Sicherheit nach, setze mich an den Schreibtisch, gebe Workshops etc., um Geld zu verdienen. Dank meines Bedürfnisses nach Wachstum und Sinn, habe ich mich vor einiger Zeit komplett umgeschult und arbeite nun nicht mehr beim Film, sondern gebe mein Wissen zu Achtsamer Kommunikation und New Work weiter. Damit stille ich auch noch mein Bedürfnis einen Beitrag zu dieser Gesellschaft zu leisten. Und so weiter… 

Unsere Bedürfnisse zu kennen, gibt uns innere Sicherheit

Das bedeutet nicht, dass wir ständig alle Bedürfnisse befriedigen müssen, aber einen Überblick zu haben, wo wir gerade in der Fülle sind und wo es zu leer ist, hilft uns durchs Leben zu navigieren und bewusste Entscheidungen zu treffen. Je besser wir unsere Bedürfnisse kennen, desto besser können wir für uns einstehen und uns selbst unterstützen, das zu erreichen, was uns wichtig ist, was uns glücklich und zufrieden macht. 

Wir müssen also gar nicht mehr darüber wissen, was Bedürfnisse nach den verschiedensten psychologischen und neurowissenschaftlichen Theorien sind. Aber was hilft und wichtig ist, ist, dass wir UNSERE BEDÜRFNISSE kennen. Sie sagen uns jeden Tag, jede Minute, was uns wichtig ist, was wir brauchen. Sie sind unser Kompass. Unsere Bedürfnisse zu kennen, gibt uns innere Sicherheit! 

Eine ganz einfache Übung dazu

Male dazu Behälter/Gläser auf ein Blatt und schreibe darunter die folgenden Bedürfnisse.
 
 
Dann denke an deine letzte Woche, die letzten Tage und überlege, wie sehr die folgenden Bedürfnisse erfüllt waren. Male in jedes Glas (durch einen Strich oder ausmalen) ein, wie sehr das Bedürfnis erfüllt war. 
Denke auch darüber nach, ob manche der Bedürfnisse z. B. privat sehr erfüllt sind, aber beruflich nicht. 

Und wenn du möchtest, überlege dir, welche Wege es gibt dir Bedürfnisse, die sehr unerfüllt sind, zu erfüllen. Was kannst DU konkret tun (nicht andere Personen!!!), um dich in die Fülle zu bringen? Denn das ist, was wir Menschen immer anstreben: Fülle. Und deshalb gibt es die Bedürfnisse, die uns darauf hinweisen möchten. 

In unserem hey me Compassion Circle treffen wir uns jede Woche (in der Sommerpause, alle zwei Wochen), um unsere Bedürfnisse noch genauer kennenzulernen. Probiere es mal aus!  

 
Und bald gibt es hier auch noch mehr zu Gefühlen, denn sie weisen uns auf unsere Bedürfnisse hin. 

Photo by Stéphan Valentin on Unsplash

 

 

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